Family Stuff

Fotograf: Huang Qingjun // 照相师: 黄清军

Fotograf: Huang Qingjun // 照相师: 黄清军

Aktuell ist wohl mein Rechner der wertvollste Gegenstand, den ich besitze. Daneben nenne ich aber ungezählte Einzelteile mein Eigen. Nur zu gut erinnere ich mich an diverse, nervenaufreibende Umzüge, allen voran das Auflösen der Wohnung vor gut einem Jahr. An das tage-, um nicht zu sagen wochenlange Aussortieren, Einpacken und Abbauen. An zig Fahrten zur Kleidersammlung, zur Sondermülldeponie, zum Altpapiercontainer, zur Bücherbox, zum Flohmarktstand. An die Berge von Sperrmüll vor der Haustüre. An die Türme aus randvoll und zu schwer gepackten Kisten, die bis unter die Decke gestapelt waren und die Frage laut werden ließen, ob der Fußboden dieser Aufgabe statisch gewachsen sei. Und an die im Vorfeld jedesmal zu gering veranschlagte Zeitspanne, in der ich glaubte, alles von A nach B bringen zu können.

Sehr bewegt hat mich kürzlich eine eigenwillige und allemal sehenswerte Bilderserie zum Thema Hab & Gut. Sie trägt den Titel Family Stuff, und ist eine Arbeit des chinesischen Fotografen Huang Qingjun. Auf seinen Reisen durch China bittet er ab und an Familien, vor ihrem Domizil den gesamten persönlichen Besitz zu präsentieren. Die dabei entstandenen Impressionen sprechen für sich.

Mit wie wenig viele Menschen auskommen können, das hat mich stark beeindruckt. Und mich gleichzeitig dazu veranlasst, den für Samstag geplanten Nachmittagsbummel beim Ikea zu streichen. Ich persönlich betrachte dies als ersten, wenn auch kleinen Schritt in die richtige Richtung.

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